Was wurde eigentlich aus unseren Bäumen?

Vor drei Jahren haben wir gemeinsam gepflanzt. 180 Bäume, Baum für Baum in die Erde gesetzt — von Menschen, die an etwas glauben, das länger dauert als eine Saison.

Möglich gemacht haben das Einzelspenderinnen und -spender, die jeweils einen Baum übernommen haben. Jeder dieser Bäume trägt ein kleines Namensschild — ein stilles Zeichen dafür, dass hinter jedem Stamm eine Person steht, die gesagt hat: Ja, das unterstütze ich. Wer möchte, kann vorbeikommen und seinen Baum besuchen, die Entwicklung beobachten und sehen, was aus der Pflanzaktion geworden ist. Der Hof steht offen.

Zweimal im Jahr gibt es außerdem einen Apfelbaumschnittkurs auf dem Gelände. Dort wird erklärt, wie und warum man Apfelbäume schneidet — welcher Schnitt dem Baum guttut, wie man Ertrag und Gesundheit in Balance hält, und was passiert, wenn man es lässt. Das ist Bildungsarbeit, wie wir sie uns vorstellen: konkret, draußen, am lebenden Objekt.

Wusstest du? Apfelbäume, die regelmäßig geschnitten werden, können mehrere Hundert Jahre alt werden — der älteste bekannte Apfelbaum der Welt steht in den USA und ist über 190 Jahre alt. Ohne den richtigen Schnitt würden die meisten Apfelbäume innerhalb weniger Jahrzehnte überwachsen, vergreisen und kaum noch Früchte tragen. Ein guter Schnitt ist also kein Eingriff gegen den Baum — sondern einer für ihn.

Danke an alle, die damals gepflanzt haben. Und an alle, die seitdem immer wieder vorbeikommen, um zu schauen, was aus ihrem Baum geworden ist.